KI im Referendariat: Aktenvortrag, Klausur, Examen rechtssicher nutzen
Dr. Anna Weiss
Volljuristin
Im Referendariat steht alles auf wenigen Klausuren. Vier Pflichtstationen, Wahlstation, Aktenvortrag, mündliche Prüfung. Dazwischen das Versprechen einer Karriere und ein Repetitorium, das 100 bis 200 EUR im Monat kostet. Es ist kein Wunder, dass ChatGPT lockt. Und es ist auch kein Wunder, dass die Frage, ob man KI nutzen darf, viele Referendar*innen so lange hinausschieben, bis sie es ohnehin tun.
Die Antwort ist kürzer, als die Diskussion vermuten lässt: Beim Lernen ja. In der Klausur nein. Die Hilfsmittelbekanntmachungen der Justizprüfungsämter lassen elektronische Geräte und Datenverarbeitungssysteme in Aufsichtsarbeit, Aktenvortrag und mündlicher Prüfung nicht zu. KI ist im Referendariat ein Trainingswerkzeug, kein zugelassenes Hilfsmittel im Examen.
Was das praktisch bedeutet — für die Subsumtions-Übung im AG-Klausurenkurs, für den Aktenvortrag in NRW oder Berlin, für Stationsakten mit Mandantendaten — klärt dieser Beitrag. Sie erfahren, wo KI im Referendariat wirklich hilft, was die Hilfsmittel-Regeln in Bayern, NRW und Berlin unterschiedlich machen und warum Verschwiegenheit und Datenschutz die unsichtbaren Leitplanken jeder Eingabe sind.
Lulius Solo-Plan ab 99 EUR testen: 150+ Bundesgesetze, Gutachtenstil-Output, EU-Hosting — als Ergänzung zum Klausurenkurs, nicht als Ersatz für die menschliche Korrektur.
Darf ich KI im Referendariat oder Examen nutzen?
Im Lernen ja, in der Klausur und im Aktenvortrag nein. Die Hilfsmittelbekanntmachungen der Landesjustizprüfungsämter lassen elektronische Geräte, Smartphones, Smartwatches und Datenverarbeitungssysteme in den Aufsichtsarbeiten und der mündlichen Prüfung ausnahmslos nicht zu. KI ist ein Trainingswerkzeug für die Examensvorbereitung — kein zugelassenes Hilfsmittel im Examen selbst.
Die zwei Linien: Lernen erlaubt — Klausur verboten
Diese Trennung ist das Wichtigste, was Sie aus diesem Artikel mitnehmen. Im Vorbereitungsdienst dürfen Sie KI nutzen, um Schemata zu repetieren, Definitionen abzufragen, Subsumtion zu trainieren und Probeklausuren zu strukturieren. Sie dürfen sie auch nutzen, um den Aktenvortrag zu üben — als Sparring im Vorbereitungszimmer, nicht im Prüfungsraum. Sobald Sie aber zur Aufsichtsarbeit, zum Aktenvortrag oder zur mündlichen Prüfung antreten, gilt: Schönfelder, Sartorius, gegebenenfalls Kommentare, Schreibblock. Smartphone aus, Smartwatch ab, Tablet im Spind.
Wer diese Linie überschreitet, riskiert nach den landesrechtlichen Prüfungsordnungen das Nichtbestehen wegen Täuschung. Da die Befähigung zum Richteramt nach § 5 DRiG das bestandene zweite Staatsexamen voraussetzt, bedeutet eine Täuschungsfeststellung nicht nur einen verlorenen Versuch, sondern einen substanziellen Karriere-Knick.
Was die Justizprüfungsämter regeln — und was nicht
Die Justizprüfungsämter (JPA, in einigen Bundesländern Landesjustizprüfungsamt LJPA) regeln, welche Hilfsmittel in der Klausur zugelassen sind. Sie regeln nicht den Lernprozess. Was Sie im Klausurenkurs Ihrer Arbeitsgemeinschaft, am Schreibtisch oder im Lerngruppen-Chat nutzen, ist nicht Gegenstand der Hilfsmittelbekanntmachung. Solange Sie die Klausur am Prüfungstag eigenständig schreiben, ist der Vorbereitungsweg Ihre Sache.
Diese Unterscheidung ist anders als bei einer Hausarbeit im Studium, wo eigenständige Leistung über die gesamte Bearbeitungszeit gefordert ist. In der Klausur zählt das, was Sie in fünf Stunden mit zugelassenen Hilfsmitteln auf dem Bogen produzieren. KI gehört nicht dazu.
Hilfsmittel in der Klausur: Bundesländer-Überblick
Die Bundesländer regeln die Hilfsmittel und die Gewichtung des Aktenvortrags unterschiedlich. Wer im falschen Bundesland mit der falschen Annahme anreist, hat ein Problem.
| Bundesland | Aktenvortrag | Gewichtung | Zugelassene Hilfsmittel | Elektronik |
|---|---|---|---|---|
| Bayern | nein (kein Aktenvortrag) | — | Schönfelder, Sartorius, ergänzende Sammlungen, ZJS-Vorgaben | nicht zugelassen |
| NRW | ja | ca. 10 % | Grüneberg, Thomas/Putzo, Hopt, Fischer, Meyer-Goßner/Schmitt, Kopp/Ramsauer, Kopp/Schenke | nicht zugelassen |
| Berlin | ja | ca. 16 % | vorgegebene Kommentar-Liste, Schönfelder, Sartorius | nicht zugelassen |
| Hessen | ja | 8–12 % | Kommentar-Liste laut JPA-Verfügung | nicht zugelassen |
| Niedersachsen | ja | ca. 12 % | vorgegebene Kommentare und Sammlungen | nicht zugelassen |
| Hamburg | ja | ca. 10 % | Hamburger Hilfsmittel-Liste | nicht zugelassen |
Die Tabelle ist eine Orientierungshilfe — maßgeblich ist immer die aktuelle Hilfsmittelbekanntmachung Ihres LJPA. Die NRW-Regelung ist online einsehbar, Bayern publiziert sie als ZJS-Bekanntmachung, Berlin über die Senatsverwaltung Justiz.
Eine Aussage gilt in allen Bundesländern: Smartphones, Smartwatches, Tablets, Notebooks, Sprachassistenten, drahtlose Kopfhörer und jede Form von Datenverarbeitungssystem sind in der Aufsichtsarbeit, im Aktenvortrag und in der mündlichen Prüfung nicht zugelassen. KI in der Klausur ist deshalb keine Frage der Tool-Wahl, sondern eine Frage des Hardware-Zugangs — und diesen Zugang gibt es im Prüfungsraum nicht.
Folgen einer Täuschung
Wird ein KI-Einsatz im Prüfungsraum entdeckt, erfolgt typischerweise eine Mitteilung an das LJPA, eine Täuschungsfeststellung und der Bescheid „nicht bestanden“. Bei besonders gravierenden Fällen droht die Versagung der Befähigung zum Richteramt nach § 5 DRiG — mit unmittelbaren Folgen für die Zulassung als Anwalt*in nach § 4 BRAO. Das Risiko steht in keinem Verhältnis zum vermeintlichen Vorteil.
Wo KI im Referendariat wirklich hilft (Lernen, nicht Prüfen)
Innerhalb der Lernlinie ist die Bandbreite groß. Sechs Anwendungsfälle decken den Großteil dessen ab, was Sie in 24 Monaten Vorbereitungsdienst tatsächlich brauchen.
Subsumtion trainieren
Geben Sie einen anonymisierten Sachverhalt ein, fordern Sie eine Subsumtions-Skizze nach Obersatz, Definition, Subsumtion, Ergebnis. Sie sehen sofort, ob Ihre eigene Logik die Tatbestandsmerkmale sauber trennt. Eine vertiefende Methodik-Anleitung finden Sie in unserem Beitrag Gutachtenstil mit KI erstellen.
Definitionen abfragen
Anspruchsgrundlagen-Karten aus dem Kopf. Sie tippen „§ 433 BGB Voraussetzungen“ und sehen die Definition, die Sie selbst formulieren sollten — als Kontrolle, nicht als Ersatz für das eigene Lernen.
Schemata-Repetition
BGB Allgemeiner Teil, Schuldrecht AT/BT, ZPO, StGB AT/BT, VwGO, VwVfG. Lassen Sie sich Prüfungsschemata generieren, vergleichen Sie sie mit Ihrem Hemmer- oder Alpmann-Skript. Wo es Abweichungen gibt, klären Sie nach — die gedruckte Quelle hat im Zweifel Vorrang.
Probeklausuren strukturieren
Nach jeder geschriebenen Klausur tippen Sie Ihren Lösungsweg als anonymisierten Text ein und fordern eine Strukturkritik. Welche Anspruchsgrundlagen wurden geprüft, welche fehlen? Stimmt die Reihenfolge? Ist die Subsumtion sauber? Das ersetzt nicht die menschliche Korrektur durch die AG-Leitung, beschleunigt aber die Selbstreflexion.
Aktenvortrag-Drill
In NRW, Berlin, Hamburg und den meisten anderen Ländern wiegt der Aktenvortrag erheblich. 60 bis 90 Minuten Vorbereitungszeit, 10 bis 12 Minuten Vortrag. Mit einem strukturierten Prompt — wie der Aktenvortrags-Vorlage P36 in unserer Sammlung mit 40+ Legal Prompts inklusive Aktenvortrag-Vorlage — generieren Sie ein Vortrags-Gerüst zu einem anonymisierten Sammelband-Fall, üben Übergänge und timen Ihren Vortrag auf 11:40.
Mündliche Prüfung
Q&A-Drill in den fünf Schwerpunktfeldern: Zivilrecht, Strafrecht, Öffentliches Recht, Wahlfach, Examensaktuelles. Die KI stellt Fragen, Sie antworten laut, vergleichen anschließend mit dem Output. Eine empfehlenswerte Begleitung: unser Beitrag zu den Chancen und Grenzen von Legal AI für eine ehrliche Einordnung.
Praxisbeispiel 1 — Aktenvortrag-Drill in München (Bayern)
Lina ist im 16. Monat des Vorbereitungsdienstes, Wahlstation am OLG München. In Bayern gibt es zwar keinen Aktenvortrag in der schriftlichen Prüfung, aber für den Großen Schein im AG-Klausurenkurs braucht sie einen 12-Minuten-Vortrag zu einem zivilrechtlichen Sachverhalt. Sie nimmt einen anonymisierten Beispielfall aus einem Aktenvortrags-Sammelband, gibt den Sachverhalt in Lulius ein, fordert eine Gliederung im Gutachtenstil mit § 433 BGB als Anspruchsgrundlage und nutzt die Output-Struktur als Sparring-Skelett. Drei Probevorträge später hat sie ihre Argumentation auf 11:40 getimt, Übergänge geübt, Schwachstellen identifiziert. In der Klausur selbst bringt sie nur Schönfelder und Schreibblock mit. Im AG-Vortrag bekommt sie 13 Punkte.
Stationen-spezifische Empfehlungen
Jede der fünf Stationen hat eigene Lernschwerpunkte. KI unterstützt überall, aber unterschiedlich.
Zivilstation
Anspruchsgrundlagen-Mapping ist hier die Königsdisziplin. Lassen Sie sich für jeden Sachverhalt eine Anspruchsgrundlagen-Liste generieren, prüfen Sie deren Voraussetzungen schrittweise, üben Sie den Klageaufbau (Klageschrift-Gerüst, Antrag, Sachverhalt, rechtliche Würdigung). BGB-Schemata zu § 433, § 280, § 433 in Verbindung mit § 985 — alles trainierbar.
Strafstation
Aufbau Aktenvortrag aus Sicht der Staatsanwaltschaft oder Verteidigung. Subsumtion in den Tatbeständen, Verteidigungsstrategie-Skizzen, Beweiswürdigung. Wichtig: kein Echtfall aus der Strafakte — nur Lehrbuch-Sachverhalte oder anonymisierte Klausurfälle.
Verwaltungsstation
Anwaltsklausur Verwaltungsrecht, Anfechtungs- und Verpflichtungsklage, Ermessensfehler-Liste, VwVfG-Schemata. Eine vertiefte Anleitung zur KI-gestützten juristischen Recherche finden Sie in unserem Beitrag KI-gestützte juristische Recherche.
Anwaltsstation
Mandantenkommunikation üben (mit fiktiven Mandant*innen), Schriftsatz-Gerüste, Honorar- und RVG-Übung, Marketing-Texte. Hier gilt besonders: kein einziger Echtdaten-Input. Stationsakten enthalten Mandantendaten, die in keine kommerzielle KI gehören.
Wahlstation
Vertiefung des Schwerpunktthemas — Wirtschaftskanzlei, IP, Steuerrecht, internationale Schiedsgerichtsbarkeit, Strafverteidigung. Hier zahlt sich die Tiefe einer spezialisierten Legal AI besonders aus.
Praxisbeispiel 2 — Klausurenrepetition in Köln (NRW)
Jan, 24. Monat Vorbereitungsdienst, sechs Wochen vor schriftlichem Examen. Sein Hemmer-Klausurenkurs hat ihm in den letzten 14 Monaten Probeklausuren in Zivil-, Straf- und Öffentlichem Recht geliefert — aber die Korrektur-Wartezeit ist drei bis fünf Tage. Er nutzt Lulius parallel: nach jeder geschriebenen Klausur tippt er seine Lösung als anonymisierten Sachverhalt mit Lösungsansatz ein, fordert eine Strukturkritik nach Obersatz, Definition, Subsumtion, Ergebnis und prüft, welche Anspruchsgrundlagen er übersehen hat. Die menschliche Korrektur kommt drei Tage später — da hat Jan die KI-Hinweise schon eingearbeitet. Vier Wochen Repetition, 28 Klausuren, durchschnittlich 7,5 Punkte. Im Examen: 9 Punkte im Schwerpunkt, 8 Punkte in der Anwaltsklausur.
Lulius Solo-Plan starten und 30 Tage testen — mit Geld-zurück-Garantie und ohne Mindestlaufzeit.
Datenschutz in der Stationsausbildung — was Sie nie eingeben dürfen
Stationsakten enthalten Echtdaten. Namen, Adressen, Geburtsdaten, Aktenzeichen, in der Strafstation Strafakten, in der Familienkammer Gesundheits- und Familiendaten. Das ist kein abstraktes Datenschutzproblem. Das ist Art. 9 DSGVO — besondere Kategorien personenbezogener Daten — in seiner sensibelsten Form.
Verschwiegenheitserklärung des Vorbereitungsdienstes
Zu Beginn des Referendariats unterzeichnen Sie eine Verschwiegenheitserklärung. Diese ist mehr als eine Formalie. Sie verpflichtet Sie analog zur anwaltlichen Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO und zur Beamten-Verschwiegenheit nach den landesrechtlichen Bestimmungen. Eine Eingabe von Mandantendaten in eine kommerzielle KI ohne AVV und ohne EU-Hosting verstößt gegen diese Pflicht.
Was BRAK-Leitfaden für Anwält*innen sagt — und was davon im Referendariat schon gilt
Der BRAK-Leitfaden zum KI-Einsatz vom Dezember 2024 stellt für Anwält*innen klar: Bei kommerziellen Online-Anbietern wie ChatGPT oder Copilot ohne entsprechende vertragliche Absicherung sind die Voraussetzungen für die Wahrung der Verschwiegenheit nicht erfüllt. Die Empfehlung: nur anonymisierte oder abstrahierte Eingaben.
Diese Logik gilt für Referendar*innen sinngemäß. Sie sind in der Stationsausbildung an die Verschwiegenheitspflicht des Stationsausbilders gebunden, in der Anwaltsstation zusätzlich an die Verschwiegenheit der Kanzlei. Was BRAK Anwält*innen sagt, gilt im Vorbereitungsdienst entsprechend.
Die Vier-Filter-Prüfung vor jedem Prompt
Bevor Sie irgendetwas in eine KI eingeben, das aus einer realen Akte stammt:
- —
Filter 1 — Personenbezug: Namen, Adressen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, Telefonnummern raus.
- —
Filter 2 — Aktenzeichen und Gerichtsbezeichnungen: Abstrahieren oder weglassen. „Az. 7 O 345/24“ wird zu „Zivilrechtssache“.
- —
Filter 3 — Sachverhaltsdetails: Eindeutige Details, die eine Identifikation erlauben (Berufsbezeichnung in kleinem Ort, seltener Vorname, spezifisches Datum), abändern.
- —
Filter 4 — besondere Datenkategorien (Art. 9 DSGVO): Gesundheits-, Straf-, Sexual-, biometrische und religiöse Daten besonders streng filtern. Im Zweifel: nicht eingeben.
Wer diese vier Filter konsequent anwendet, kann mit anonymisierten Sachverhalten in einer DSGVO-konformen Legal AI arbeiten, ohne die Verschwiegenheit zu verletzen. Wer sie nicht anwendet, ist in einer berufsrechtlichen Grauzone — mit Konsequenzen, die bis zur Aufnahmeverweigerung in den Anwaltsberuf reichen können.
Praxisbeispiel 3 — Wahlstation Wirtschaftskanzlei in Berlin
Tarek macht Wahlstation in einer Berliner Wirtschaftskanzlei, Schwerpunkt M&A. Sein Stationsausbilder gibt ihm einen Sachverhalt zur Vendor Due Diligence, Bitte um eine vierseitige Gefährdungsbewertung. Tarek arbeitet zuerst klassisch: Schönfelder, Beck-online, Kommentar. Dann nutzt er Lulius — mit einem anonymisierten Sachverhalt: Mandantennamen ersetzt, Branchen-Cluster statt konkretem Unternehmen, Aktenzeichen weggelassen. Frage nach §§ 25 HGB, 75 BGB, 133 UmwG, Risiken und gestalterischen Alternativen. Die KI liefert Anspruchsgrundlagen mit §-Verweisen, er ergänzt eigene Argumentation, kürzt, schliff den Wirtschaftsstil. Stationsausbilder: „Sauber strukturiert, Verweise stimmen, Ihr Stil ist gewachsen.“ Tarek hat in der Wahlstation gelernt: KI ist Sparringspartner, kein Ersatz — aber sie spart 30 bis 40 % Recherchezeit, wenn die Daten sauber anonymisiert sind.
ChatGPT vs. spezialisierte Legal AI — was Sie für die Examensvorbereitung brauchen
Allgemein-LLMs wie ChatGPT sind im deutschen Recht riskant. Stanford HAI hat 2024 in der Studie Hallucinating Law Halluzinationsraten zwischen 58 und 82 Prozent bei juristischen Anfragen ohne Retrieval gemessen. Beck-online und Juris fehlen im Trainingskorpus. Wer reines ChatGPT für juristische Recherche nutzt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit erfundene Paragraphen oder verfälschte Urteilsverweise.
RAG-Technologie — echte Paragraphenverweise statt erfundener Normen
Eine spezialisierte Legal AI mit RAG (Retrieval Augmented Generation) arbeitet anders. Sie zieht die Antworten nicht aus dem Modell-Gedächtnis, sondern aus einer indexierten Datenbank verifizierter Bundesgesetze. Lulius hat 150+ Bundesgesetze indexiert, jeder Paragraph im Output ist nachprüfbar real. Für die Klausur-Methodik bedeutet das: Sie üben mit echten Normen, nicht mit Halluzinationen.
Gutachtenstil-Output
Lulius gibt Gutachten-Entwürfe im Gutachtenstil aus — Obersatz, Definition, Subsumtion, Ergebnis. Genau die Methodik, die Sie in der Klausur anwenden müssen. Damit ist das Tool inhaltlich auf den Vorbereitungsdienst zugeschnitten und nicht generisch.
Kostenpunkt-Vergleich
Der Hemmer-Klausurenkurs ZR liegt bei rund 95 bis 130 EUR im Monat, Alpmann-Schmidt vergleichbar, das Komplettpaket eines klassischen Repetitoriums kostet 150 bis 200 EUR im Monat über 12 bis 18 Monate. Lulius Solo-Plan: 99 EUR im Monat, monatlich kündbar, mit 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Lulius ist Ergänzung, nicht Ersatz: Der Klausurenkurs liefert menschliche Korrektur und didaktische Stoffvermittlung, Lulius liefert Schemata-Drill, Strukturkritik und Aktenvortrag-Vorbereitung — jederzeit, ohne Wartezeit.
Was Lulius nicht kann — und was Sie weiter im Klausurenkurs trainieren
Eine Legal AI ersetzt weder den AG-Klausurenkurs noch die mündliche Prüfung im OLG-Saal. Was sie nicht kann: emotionale Korrektur, Notendiskussion, das Sparring mit anderen Referendar*innen, das Ein-Tag-Probexamen mit menschlicher Bewertung. Diese Elemente bleiben menschlich.
Praktische Empfehlung: Ihr KI-Setup für 24 Monate Referendariat
Eine zeitlich gestaffelte Empfehlung, wie KI im Referendariat sinnvoll integriert wird.
Phase 1 (Station 1–2)
Einarbeitung, Schemata-Aufbau, kleine Probeklausuren. KI-Nutzung: 30 Minuten am Tag für Schemata-Drill und Subsumtion. Schwerpunkt: Methodik-Konsolidierung.
Phase 2 (Station 3–4)
Aktenvortrag-Drill, Klausuren-Marathon, Schriftsatz-Übung. KI-Nutzung: 60 Minuten am Tag für Aktenvortrag-Simulation und Strukturkritik nach Probeklausur.
Phase 3 (Wahlstation und 6 Wochen vor Examen)
Vertiefung Schwerpunktthema, mündliche Prüfung, Aktenvortrag-Simulation. KI-Nutzung: bis zu 90 Minuten am Tag, mit Q&A-Drill für mündliche Prüfung.
Was am Klausur-Tag in Ihre Tasche darf
Schönfelder. Sartorius. Die Kommentare laut Hilfsmittelbekanntmachung Ihres LJPA. Ein nicht programmierbarer Taschenrechner, sofern erlaubt. Schreibblock, Stifte, Wasser, Snack. Nicht dabei: Smartphone, Smartwatch, Tablet, Notebook, Sprachassistenten, drahtlose Kopfhörer, KI-Apps in jedem Aggregatzustand. Im Spind oder zu Hause — nicht im Prüfungsraum.
Fazit: Lernen mit KI — Klausur ohne KI
Die Compliance-Linie ist eindeutig:
- —
Lernen mit KI ist erlaubt — Subsumtion, Schemata, Aktenvortrag-Drill, mündliche Prüfung, Examensvorbereitung.
- —
Klausur und Aktenvortrag ohne KI — Hilfsmittelbekanntmachung der LJPA, in jedem Bundesland.
- —
Stationsakten nie in eine kommerzielle KI — Verschwiegenheit nach § 43a BRAO analog, DSGVO Art. 9, Vier-Filter-Prüfung.
In den fünf Stationen liegt der Mehrwert unterschiedlich: Zivilstation für Anspruchsgrundlagen-Mapping, Strafstation für Aktenvortrag aus StA- und Verteidigersicht, Verwaltungsstation für Anfechtungs- und Verpflichtungsklage, Anwaltsstation für Schriftsatz-Gerüste mit anonymisierten Fällen, Wahlstation für vertiefte Schwerpunkt-Recherche.
Für die KI-Examensvorbereitung brauchen Sie ein Tool, das deutsches Bundesrecht zuverlässig zitiert, im Gutachtenstil ausgibt und DSGVO-konform mit EU-Hosting läuft. Lulius erfüllt diese drei Kriterien zum Solo-Preis von 99 EUR im Monat — als Ergänzung zum Klausurenkurs, nicht als Ersatz für die menschliche Korrektur durch Ihre AG-Leitung.
Lulius 30 Tage testen — Solo-Plan ab 99 EUR im Monat. Keine Mindestlaufzeit. Geld-zurück-Garantie. Keine Kreditkarte zum Start erforderlich.
Examensvorbereitung mit RAG-Technologie
150+ Bundesgesetze, Gutachtenstil-Output, EU-Hosting. 30 Tage Geld-zurück, monatlich kündbar.
Solo-Plan testenHinweis: Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Hilfsmittelbekanntmachungen Ihres Justizprüfungsamts. Bei konkreten Compliance-Fragen wenden Sie sich an Ihre*n Stationsausbilder*in oder das LJPA Ihres Bundeslandes.