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beck-chat, Beck-Noxtua, KI-Recht PLUS: Becks KI-Angebote erklärt (2026)

Kurzantwort

beck-chat ist Becks KI-Recherche-Assistent in beck-online: ohne Aufpreis in berechtigten Modul-Abos, laut AGB aber auf 50 Anfragen pro Nutzer und 24 Stunden begrenzt. Beck-Noxtua ist ein eigenständiger Legal AI Workspace für die Arbeit am eigenen Schriftgut, ab 1.050 EUR pro Monat für drei Lizenzen. KI-Recht PLUS ist kein KI-Werkzeug, sondern ein Literaturmodul über KI-Recht.

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Lulius Redaktion

Redaktion für deutsches Recht

Eine Kanzlei, die 2026 ihr beck-online-Abo prüft, stößt auf drei Angebote, die alle nach künstlicher Intelligenz klingen: beck-chat, Beck-Noxtua und das Modul KI-Recht PLUS. Das erste ist ein Recherche-Assistent, den viele Kunden längst bezahlt haben, ohne es zu wissen. Das zweite ist ein eigenständiger KI-Arbeitsplatz ab 1.050 EUR im Monat. Das dritte ist gar kein KI-Werkzeug, sondern Literatur über KI-Recht. Der Verlag stellt beck-chat und Beck-Noxtua nirgends direkt gegenüber, und genau daraus entsteht in der Praxis eine Verwirrung, die Geld kostet.

Die Verwechslung ist nicht theoretisch. Wer nur in der Datenbank recherchiert, braucht Noxtua womöglich gar nicht, weil beck-chat im vorhandenen Abo bereits enthalten ist. Wer umgekehrt am eigenen Schriftgut arbeiten will, dem hilft beck-chat nicht weiter, egal wie viele Module gebucht sind. Und wer KI-Recht PLUS bestellt, um eine KI zu nutzen, erhält Kommentare und eine Zeitschrift.

Dieser Beitrag ordnet die drei Angebote, mit der AGB Beck’sche digitale Dienste (Anlage 1, Stand 11/2025) als Primärquelle. Dort stehen Fakten, die auf keiner Produktseite auftauchen, darunter ein Anfragen-Limit für beck-chat, das nach unserer Recherche bisher kein anderer Überblick nennt. Hinweis vorab: Dieser Beitrag liefert Rechtsinformation, keine Rechtsberatung im Sinne von § 2 RDG.

Die Kurzantwort: drei Produkte, drei verschiedene Dinge

  • beck-chat ist der KI-Recherche-Assistent in beck-online, für Kunden berechtigter Module ohne Aufpreis, laut AGB auf 50 Anfragen pro Nutzer und 24 Stunden begrenzt.

  • Beck-Noxtua ist ein eigenständiger Legal AI Workspace für die Arbeit am eigenen Schriftgut, ab 1.050 EUR pro Monat.

  • KI-Recht PLUS ist kein KI-Tool, sondern ein Literaturmodul über KI-Recht.

Alle drei Angebote arbeiten auf dem Beck-Bestand oder handeln von ihm. Wer stattdessen eigene Fälle in eigenen Worten analysieren und Gutachtenentwürfe im Gutachtenstil erstellen möchte, ohne das Noxtua-Preisniveau zu buchen, findet mit Lulius ein Werkzeug auf Basis von über 4.600 Bundesgesetzen, ab 99 EUR pro Monat im Solo-Plan.

Was ist beck-chat?

beck-chat ist der KI-Recherche-Assistent innerhalb von beck-online. Die AGB definiert ihn nüchterner, als es jede Produktseite tun würde: als „KI-Dienst“ und als „zusätzliche Recherchefunktionalität der Datenbank, auf deren Aufrechterhaltung … kein Anspruch besteht“, so Ziff. 2.6 der AGB Beck’sche digitale Dienste, Stand 11/2025. Der zweite Halbsatz ist bemerkenswert: Der Verlag behält sich vertraglich vor, den Dienst nicht dauerhaft anbieten zu müssen. beck-chat ist rechtlich eine Zugabe zur Datenbank, kein eigenständiges Produkt mit Bestandsgarantie.

Gestartet ist der Dienst laut Presseberichten am 25.04.2024 als Beta, die Zivilrecht-Beta folgte am 29.11.2024. Seit 2026 ist beck-chat laut Drittquellen allgemein verfügbar. Den bestimmungsgemäßen Gebrauch beschreibt die AGB eng: beck-chat ist als „unterstützender juristischer Rechercheassistent durch juristisch ausgebildete Fachkräfte“ gedacht und nicht für die abschließende Prüfung eines Einzelfalls (Ziff. 19.1). Eine Rechtsdienstleistung im Sinne des RDG erbringt der Dienst laut Ziff. 17.2 ausdrücklich nicht.

Zur Technik dokumentiert die AGB wenig. Laut Drittquellen arbeitet beck-chat mit Retrieval Augmented Generation über die beck-online-Inhalte und nutzt Azure-OpenAI auf Microsoft-Servern in der EU, ohne Modelltraining mit Nutzerdaten. Ebenfalls laut Drittquellen ist der Dienst nur auf Deutsch verfügbar und hat keine eigene App. Diese Angaben stammen nicht vom Verlag selbst und sind entsprechend einzuordnen.

Enthaltene Module und Teilbereiche

beck-chat deckt vier Teilbereiche ab: Arbeitsrecht, Miet- und WEG-Recht, Steuerrecht und Zivilrecht. Durchsuchbar ist dabei nur, was Ihre Kanzlei auch gebucht hat. Wer allein das Modul Arbeitsrecht abonniert, recherchiert per Chat auch nur im Arbeitsrecht.

Den Zugang regelt Ziff. 19.3 der AGB: beck-chat ist ohne Aufpreis enthalten, wenn mindestens ein berechtigtes Modul abonniert ist. Berechtigt sind beck-online PREMIUM, dann mit allen vier Teilbereichen, sowie die Fach-Module Arbeitsrecht, Miet- und WEG-Recht, Zivilrecht und Steuerrecht in den Stufen PLUS, PREMIUM oder OPTIMUM. Wer ein anderes oder kleineres Paket nutzt, hat keinen Zugriff.

Das 50-Anfragen-Limit und weitere AGB-Grenzen

Hier liegt der Fund, den Sie in keinem anderen Überblick lesen: beck-chat erlaubt maximal 50 Chateinzelanfragen pro Nutzer je 24 Stunden, laut Ziff. 19.4 der AGB Beck’sche digitale Dienste, Stand 11/2025. Mehrere Drittquellen sprechen dagegen von unbegrenzten Prompts. Die AGB widerlegt das schwarz auf weiß, und kein uns bekannter Vergleichsbeitrag nennt das Limit.

Für die klassische Einzelrecherche sind 50 Anfragen pro Tag großzügig bemessen. Wer allerdings iterativ arbeitet, also Rückfragen stellt, Prompts verfeinert und Varianten testet, verbraucht Einzelanfragen schneller als gedacht. Vor allem sollten Sie das Limit kennen, bevor Sie interne Abläufe fest auf beck-chat aufbauen.

Die AGB zieht weitere Grenzen (Ziff. 19.5): Antworten lassen sich im Produkt nicht speichern, pro Nutzer ist nur eine gleichzeitige Anmeldung erlaubt, Nutzer müssen namentlich benannt werden, und Hochrisiko-Anwendungen im Sinne der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 sind nur mit schriftlicher Freigabe des Verlags zulässig. Zusammen mit dem fehlenden Verfügbarkeitsanspruch aus Ziff. 2.6 ergibt sich ein klares Bild: beck-chat ist als unterstützende Zugabe konzipiert, nicht als garantierte Infrastruktur.

Was beck-chat kostet: nichts extra, aber nicht für jeden

Die wichtigste Nachricht zuerst: beck-chat kostet keinen Aufpreis (Stand August 2026). Wer ein berechtigtes Modul abonniert hat, hat den Dienst bereits mitbezahlt. Bevor Ihre Kanzlei ein zusätzliches KI-Tool bucht, lohnt deshalb derselbe Blick in den Bestandsvertrag, den wir auch bei der juris KI-Suite empfehlen: Prüfen Sie zuerst, was Sie schon haben.

Ein illustratives Beispiel: Die fiktive Kanzlei Albrecht, zwei Berufsträger, arbeitsrechtlich spezialisiert, nutzt beck-online mit dem Modul Arbeitsrecht in der Stufe PREMIUM. Für diese Kanzlei ist beck-chat schlicht ein Gewinn: Recherche in natürlicher Sprache im gewohnten Bestand, ohne neuen Vertrag, ohne neues Budget. Solange sie nicht am eigenen Schriftgut arbeiten will und mit 50 Anfragen pro Nutzer und Tag auskommt, gibt es wenig Gründe, zusätzlich Geld auszugeben. Das ist die faire Einordnung: Als kostenlose Beigabe für Bestandskunden ist beck-chat ehrlich stark.

Die Kehrseite: Ohne berechtigtes Modul gibt es keinen beck-chat. Wer beck-online in einer kleinen Ausbaustufe nutzt, müsste zunächst auf PLUS, PREMIUM oder OPTIMUM eines Fach-Moduls aufstocken. Die ehrliche Rechnung lautet also nicht „beck-chat ist kostenlos“, sondern „beck-chat ist in bestimmten Abos enthalten“.

Was ist Beck-Noxtua?

Beck-Noxtua ist ein eigenständiger Legal AI Workspace, entstanden aus der Zusammenarbeit von C.H.Beck mit dem Berliner Legal-AI-Unternehmen Noxtua. Der Unterschied zu beck-chat ist grundlegend: Noxtua arbeitet nicht nur in der Datenbank, sondern am eigenen Schriftgut. Nach übereinstimmenden Drittquellen und der Struktur der AGB ist der Workspace agentisch angelegt, prüft Verträge, erstellt Entwürfe und verbindet das mit den beck-online-Inhalten; beck-online PREMIUM ist im Paket enthalten. Beck selbst stellt die beiden Produkte nirgends direkt gegenüber.

Wirtschaftlich ist das Projekt ein Schwergewicht. Am 23.04.2025 schloss Noxtua eine Series B über 80,7 Mio. EUR ab, mit C.H.Beck als führendem Investor; beteiligt sind laut LTO außerdem die Kanzleien CMS und Dentons sowie Northern Data.

Beim Preis gilt (Stand August 2026): Im Self-Service kosten drei Lizenzen 1.050 EUR pro Monat zzgl. USt., jede weitere Lizenz 350 EUR pro Monat, im Self-Service sind maximal vier Lizenzen buchbar. Dazu kommen Konditionen, die Sie vor der Unterschrift kennen sollten: Die Preisgarantie gilt nur zwölf Monate. Danach steigen die Preise auf 1.230 EUR für drei Lizenzen und 410 EUR je weitere Lizenz, ein Plus von 17,1 Prozent. Die Testphase dauert vier Wochen, die Mindestlaufzeit sechs Monate. Und trotz des Namens Self-Service verlangt Ziff. 2.6 der AGB für Noxtua „stets eine individuelle Bestellanfrage an den Vertrieb“.

Eine Klausel verdient besondere Aufmerksamkeit: Laut Ziff. 18 der AGB gelten KI-typische „unrichtige Ausgaben“ ausdrücklich nicht als „Fehlfunktion“. Übersetzt heißt das: Wenn die KI inhaltlich falsch liegt, ist das vertraglich kein Mangel des Produkts. Die inhaltliche Prüfung der Ergebnisse bleibt damit vollständig Ihre Aufgabe, und zwar nicht nur berufsrechtlich, sondern auch nach dem Vertrag.

Ob Noxtua zur Kanzleigröße passt, entscheidet sich meist am Drei-Lizenzen-Minimum und am Preisniveau. Eine ausführliche Einordnung mit Kostenrechnung bietet unser Beitrag zur Noxtua-Alternative für kleine Kanzleien, den direkten Produktvergleich finden Sie unter Lulius und Beck-Noxtua im Vergleich.

Was ist das Modul KI-Recht PLUS?

Der Name führt viele in die Irre, deshalb die klare Ansage: KI-Recht PLUS ist kein KI-Werkzeug, sondern ein Inhaltsmodul. Es enthält Literatur über das Recht der künstlichen Intelligenz, darunter Kommentare zur EU-KI-Regulierung und die Zeitschrift „KIR“, die seit 2024 erscheint. Wer das Modul bucht, bekommt Texte zum Lesen, keinen Chat und keinen Workspace.

Zum Preis: Becks eigene Preisseite war zum Recherchezeitpunkt nicht abrufbar. Laut dem Händler-Listing von Schweitzer kostet das Modul 98,44 EUR pro Monat inkl. USt. (92,00 EUR netto) für drei Nutzer, bei sechs Monaten Mindestlaufzeit und vier Wochen Testphase (Stand August 2026). Relevant ist das Modul für Kanzleien, die zu KI-Recht beraten, nicht für Kanzleien, die KI einsetzen wollen.

beck-chat vs Beck-Noxtua: der direkte Vergleich

Die beiden Produkte überschneiden sich weniger, als die gemeinsame Beck-Klammer vermuten lässt. Die Tabelle fasst die Unterschiede zusammen, alle Preisangaben mit Stand August 2026:

Kriteriumbeck-chatBeck-Noxtua
ZweckKI-Recherche-Assistent in der beck-online-Datenbankeigenständiger Legal AI Workspace für Recherche und Arbeit am eigenen Schriftgut
Datenbasisnur gebuchte Module der vier Teilbereiche (Arbeitsrecht, Miet- und WEG-Recht, Steuerrecht, Zivilrecht)beck-online PREMIUM im Paket enthalten
Eigene Dokumentenicht vorgesehenKern des Produkts: Verträge, Entwürfe, agentische Abläufe (laut Drittquellen)
Preisohne Aufpreis in berechtigten Abos (Ziff. 19.3 der AGB)1.050 EUR/Monat zzgl. USt. für 3 Lizenzen, 350 EUR je weitere; nach 12 Monaten 1.230 EUR bzw. 410 EUR (+17,1 %)
Limitsmax. 50 Chateinzelanfragen je Nutzer und 24 Stunden (Ziff. 19.4), keine Speicherung von Antworten, kein Verfügbarkeitsanspruchunrichtige KI-Ausgaben gelten laut Ziff. 18 der AGB nicht als Fehlfunktion
Vertragswegautomatisch enthalten bei berechtigtem Modul-Abostets individuelle Bestellanfrage an den Vertrieb (Ziff. 2.6), 6 Monate Mindestlaufzeit, 4 Wochen Test

Die Entscheidungslogik dahinter ist einfach. Erste Frage: Wollen Sie nur im Beck-Bestand recherchieren oder auch am eigenen Schriftgut arbeiten? Nur wer die zweite Hälfte bejaht, braucht überhaupt ein Produkt wie Noxtua. Zweite Frage: Rechtfertigt der Bedarf mindestens 1.050 EUR pro Monat für drei Lizenzen? Wer beide Fragen verneint, ist mit beck-chat im bestehenden Abo bereits gut versorgt und sollte kein zusätzliches Budget bewegen.

Der Kontext: Becks KI-Strategie und die Autoren-Kontroverse

Becks Doppelaufstellung, kostenlose KI-Zugabe in der Datenbank plus Premium-Workspace mit Investorenrolle, sichert dem Verlag beide Enden des Markts. Sie hat allerdings eine Begleitdebatte ausgelöst, die Sie kennen sollten, auch wenn sie Kunden nicht unmittelbar betrifft.

Am 17.09.2025 machte der Urheberrechtler Michael Grünberger auf dem Verfassungsblog öffentlich, dass C.H.Beck von seinen Autorinnen und Autoren Vertragsergänzungen verlangt: Sie sollen auf KI-gestützte Texterstellung verzichten und dem Verlag zugleich exklusive Rechte zum KI-Training an ihren Werken einräumen, ohne gesonderte Vergütung. Beobachter ordnen das als Absicherung von Beck-Noxtua ein; kritisiert werden unter anderem Spannungen zu § 32 und § 31a UrhG sowie die Übertragung verlegerischer Marktmacht auf das KI-Geschäft. Wichtig für die Einordnung: Die Kontroverse betrifft das Verhältnis des Verlags zu seinen Autorinnen und Autoren, nicht zu seinen Kunden. Für Ihre Kanzlei ändert sich dadurch unmittelbar nichts. Für die Frage, mit welchen Inhalten Becks KI-Produkte künftig arbeiten, bleibt die Debatte gleichwohl beobachtenswert.

Wann Ihnen die Beck-Welt reicht und wann nicht

Die faire Antwort hat zwei Seiten, und beide gehören in eine belastbare Entscheidung.

Die Beck-Welt reicht, wenn Ihre Arbeit im gebuchten Bestand stattfindet. Wer kommentargestützt recherchiert, in einem der vier Teilbereiche zuhause ist und mit 50 Anfragen pro Nutzer und Tag auskommt, bekommt mit beck-chat ein nützliches Werkzeug ohne Mehrkosten. Größere Einheiten, die zusätzlich am eigenen Schriftgut arbeiten wollen und das Budget tragen können, finden in Noxtua ein Produkt, das beck-online PREMIUM gleich mitbringt.

Die Beck-Welt reicht nicht, wenn einer von drei Punkten zutrifft. Erstens: Sie wollen eigene Dokumente analysieren, aber das Noxtua-Preisniveau passt nicht zur Kanzleigröße; für eine Zwei-Personen-Kanzlei bedeuten drei Pflichtlizenzen dauerhaft mitbezahlte Leerplätze. Zweitens: Sie brauchen das Bundesrecht in voller Breite statt vier Teilbereichen, etwa weil Ihre Mandate quer durch die Rechtsgebiete laufen. Drittens: Sie wollen transparente Preise und einen Einstieg ohne Vertriebsprozess, den die AGB bei Noxtua ausdrücklich vorsieht.

Auch dazu ein illustratives Beispiel: Die fiktive Kanzlei Vogel und Partner, drei Berufsträger im Zivil- und Vertragsrecht, will gegnerische Schriftsätze auswerten und Gutachtenentwürfe strukturieren. beck-chat hilft ihr bei der Recherche, endet aber an den eigenen Dokumenten. Noxtua würde funktional passen, bindet aber mindestens 1.050 EUR pro Monat und einen Bestellprozess über den Vertrieb. Diese Kanzlei landet zwangsläufig in der Abwägung zwischen Noxtua und Alternativen.

Eigene Schriftsätze prüfen, ohne drei Pflichtlizenzen?

Lulius arbeitet auf 4.600+ Bundesgesetzen – mit exakten § -Verweisen, im Self-Service und monatlich kündbar.

Für diese Abwägung lohnt der Blick über die Verlagswelt hinaus: Unser Vergleich der Legal-AI-Anbieter in Deutschland stellt die Anbieter mit Preisen und Zuschnitten gegenüber, und wie sich Noxtua gegen internationale Konkurrenz positioniert, zeigt der Beitrag Harvey AI und Beck-Noxtua im Vergleich.

Häufige Fragen zu beck-chat und Beck-Noxtua

Ist beck-chat kostenlos?

beck-chat kostet keinen Aufpreis, ist aber an Bedingungen geknüpft: Laut Ziff. 19.3 der AGB muss mindestens ein berechtigtes Modul abonniert sein, also beck-online PREMIUM oder ein Fach-Modul in den Stufen PLUS, PREMIUM oder OPTIMUM. Ohne ein solches Abo gibt es keinen Zugang. Kostenlos ist der Dienst damit nur für Bestandskunden mit passendem Vertrag.

Wie viele Anfragen erlaubt beck-chat?

Maximal 50 Chateinzelanfragen pro Nutzer je 24 Stunden, laut Ziff. 19.4 der AGB Beck’sche digitale Dienste, Stand 11/2025. Drittquellen, die von unbegrenzten Prompts sprechen, widerspricht die AGB damit ausdrücklich. Zusätzlich lassen sich Antworten im Produkt nicht speichern, und auf die dauerhafte Verfügbarkeit des Dienstes besteht laut Ziff. 2.6 kein Anspruch.

Was ist der Unterschied zwischen beck-chat und Beck-Noxtua?

beck-chat ist ein Recherche-Assistent innerhalb der beck-online-Datenbank und durchsucht nur die gebuchten Module. Beck-Noxtua ist ein eigenständiger Legal AI Workspace, der zusätzlich am eigenen Schriftgut arbeitet, also etwa Verträge prüft und Entwürfe erstellt. beck-chat ist eine Zugabe ohne Aufpreis, Noxtua ein separates Produkt ab 1.050 EUR pro Monat zzgl. USt.

Was kostet Beck-Noxtua?

Im Self-Service kosten drei Lizenzen 1.050 EUR pro Monat zzgl. USt., jede weitere Lizenz 350 EUR (Stand August 2026). Die Preisgarantie endet nach zwölf Monaten, danach gelten 1.230 EUR beziehungsweise 410 EUR, ein Anstieg um 17,1 Prozent. Dazu kommen sechs Monate Mindestlaufzeit, vier Wochen Testphase und laut AGB stets eine Bestellanfrage an den Vertrieb.

Fazit: erst den Vertrag lesen, dann das Budget bewegen

Die drei Beck-Angebote lösen drei verschiedene Probleme. beck-chat ist die KI-Zugabe für die Recherche im gebuchten Bestand, für viele Bestandskunden bereits bezahlt und in diesem Rahmen ehrlich stark, solange Sie das 50-Anfragen-Limit und den fehlenden Verfügbarkeitsanspruch einkalkulieren. Beck-Noxtua ist der Premium-Workspace für die Arbeit am eigenen Schriftgut, mit Preisen ab 1.050 EUR pro Monat, einem Preisanstieg nach zwölf Monaten und einem Bestellweg über den Vertrieb. KI-Recht PLUS ist Literatur über KI-Recht, kein Werkzeug.

Die praktische Reihenfolge lautet deshalb: erst den bestehenden beck-online-Vertrag prüfen, dann den tatsächlichen Bedarf klären, erst danach neues Budget bewegen. Reicht die Recherche im Beck-Bestand, sind Sie mit beck-chat oft schon versorgt.

Liegt Ihr Bedarf dazwischen, also eigene Fallbeschreibungen, vollständiges Bundesrecht und Gutachtenentwürfe im Gutachtenstil, ohne Drei-Lizenzen-Minimum und Vertriebsprozess, können Sie Lulius kostenlos testen: Solo-Plan für 99 EUR pro Monat, über 4.600 Bundesgesetze mit exakten Paragraphen-Verweisen, Self-Service und monatlich kündbar.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung im Sinne des RDG (§ 2 RDG) dar. Alle AGB-Zitate beziehen sich auf die AGB Beck’sche digitale Dienste, Anlage 1, Stand 11/2025. Preisangaben zu Drittanbietern beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen mit Stand August 2026 und können sich ändern. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an den jeweiligen Anbieter.